Tschüss und auf Wiedersehen!

Rolfs Blog (zur Gemeinderatswahl in Bruchsal) ist Geschichte. Seit Anfang April schreibe ich und kam mittlerweile auf sagenhafte 42 Artikel. Das hat mich überrascht. Wer mich kennt wird sich fragen: „der ist doch sonst nicht so geschwätzig.“ Was nicht ganz falsch ist. Babbelwasser hab ich kois gsoffe.

Dem Internet werde ich weiterhin erhalten bleiben. Auf der neuen, internetbasierten Informationsplattform für Bruchsal, http://www.bruchsal.org.

Dieser Internetauftritt wurde initiiert von Christian Kretz, Dr. Jochen Wolf und mir. Aufgrund der parteilichen und äußerst tendenziösen Berichterstattung der Bruchsaler Rundschau zur OB-Wahl schien uns die Entscheidung für eine unabhängige Informationsplattform für Bruchsal nur folgerichtig.

Der wesentliche Unterschied zu meinem Blog oder dem Blog von Dr. Jochen Wolf http://bruchsal.wordpress.com ist: bei http://www.bruchsal.org handelt es sich um eine echte Mitmach-Netzzeitung! Auf http://www.bruchsal.org soll engagierten Bruchsalerinnen und Bruchsalern die Möglichkeit gegeben werden, Artikel zu verfassen, Kommentare zu Artikeln abzugeben, Leserbriefe zu schreiben, über mitteilungswerte Dinge zu berichten.

Ganz herzlich möchte ich den vielen Menschen danken, die meine Artikel kommentierend begleitet haben. Viele kluge, reflektierte Kommentare wurden abgegeben. Nicht bedanken möchte ich mich bei denen, die sich hinter Fantasienamen und nicht existierenden E-Mail-Adressen versteckten und versuchten, kübelweise Jauche über ihnen nicht genehme Personen auszuschütten. Einen Teil der sich anonym fühlenden Wadenbeißer konnte ich über ein Suchtool nach verfolgen und deren Identität feststellen. Es ist für mich äußerst befremdlich, wie tief sonst so honorig auftretende Menschen sinken können, wenn sie sich im Verborgenen fühlen.

Mein Dank gilt auch den vielen Lesern meines Blogs, die mich etwa auf dem Wochenmarkt ansprachen (Ja, es war Samstag, die Sonne hat geschienen…) und mir sagten, dass sie meinen Blog gerne lesen und ich solle doch weiter machen. Wir machen gemeinsam weiter. Und alle sind eingeladen, sich an http://www.bruchsal.org zu beteiligen.

Noch eines. Nach fünf Monaten Blog schreiben habe ich festgestellt, dass sich meine Motivation zum Weitermachen in einem kleinen Satz ausdrücken lässt: „Bruchsal ist mir eine Herzensangelegenheit!“.

Ich bleibe jedoch hier in Bruchsal. Ich werde nicht nach Düsseldorf entschwinden.

Auf Wiedersehen bei http://www.bruchsal.org

Rolf Schmitt

Brüstle brüstet sich in seinem Leserbrief …

… an die Bruchsaler Rundschau, die Gedanken seiner Bruchsaler Christdemokraten lesen zu können. Er hat ja auch eine große Lupe!

bruestlie_mit_gehirn

Nein, kein eigener Blogeintrag. Was über den unappetitlichen Leserbrief des Herrn Brüstle zu sagen ist, in diesen Beiträgen:

BRUCHSAL-NEU: UNTERIRDISCH

TRANSPARENZ FÜR BRUCHSAL: DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK?

OKLABLOG: JETZT HATTE ICH MIR DOCH FEST VORGENOMMEN…

Wer kennt wen und wer kennt den Griech?

Jetzt bin ich auch bei http://www.wer-kennt-wen.de. Das „seltsamste Netzwerk im deutschen Web“. Diese Seite habe ich nicht gekannt. Bis mich während des Bruchsaler OB-Wahlkampfes Alex anrief. „Guck mal bei wkw rein („wkw“ nennt der Insider diese Seite). Dort wurde eine Gruppe gegründet. „Jugend für Flori Hartmann“ oder so ähnlich.“ Da ich bis dato kein Mitglied bei wkw war, lud mich Alex zur Mitgliedschaft ein. Man kann nämlich nicht einfach so Teilnehmer bei wkw werden. Das geht nur über eine Einladung. So ähnlich wie bei einer Logenvereinigung. Beispielsweise Freimaurer oder Rosenkreuzer.

Nun, die „Wir-finden-Hartmann-toll-und-werden-ihn-wählen-Gruppe“ war so prickelnd nicht. Ein paar Sätze darüber, wie smart und jugendlich er sei. Das war’s. Dies ist jedoch mittlerweile Schnee von gestern.

In wkw kann man auch Gruppen gründen. Interessant für mich die Gruppe „Roxy (Griech) – Ehemalige“. Das sagte mir etwas. Wobei der Gruppenname nicht ganz korrekt ist. Richtig müsste es heißen: „Bürgerhof (Griech) Roxy – Ehemalige“. Warum? Diese Kneipe in der Nähe vom Bahnhof hieß offiziell seit 1919 Bürgerhof, dann inoffiziell Griech, dann offiziell Roxy und weiterhin inoffiziell Griech und dann machte sie zu.

ROXY nach dem Aus

In diese Gruppe hab‘ ich gleich reingeschaut. Denn ich bin ein Griech-Ehemaliger. Ich sagte mir: Rolf, hier findest Du viele verschütt’ gegang’ne alte Bekannte und Freunde. Leider, leider war dem aber nicht so. Schon der Gründer der Gruppe, Enrico Ciuffani, war und ist mir total unbekannt. Beim Anschauen seines Profils wurde mir auch klar warum. Jahrgang 1963! Ein Jungspund! Lieber Enrico! Der richtige, altgediente Griech-Ehemalige hat in seinem Jahrgang an dritter Stelle immer eine 5 und keine 6. Ich will aber nicht ungerecht sein. Hallo Peter, auch Gruppenmitglied?

Der Griech war in den 70ern eine Institution. Dort traf sich die sogenannte Linke Szene Bruchsals. Meist im olivfarbenen Parka. Sommers wie Winters. Die jungen Männer oft mit schulterlangen Haaren. Die jungen Frauen meist sehr emanzipiert. Cool lief man ein. Kurze Begrüßung der Schauspieler der Badischen Landesbühne. Deren Stammkneipe war der Griech damals. Man ließ sich in die Bank zu seinen Freunden gleiten, bestellte „einen Halben“ oder einen Tee und weiter ging’s mit dem Diskutieren und Debattieren.

Wenn mal einer finanziell etwas flüssiger war, wurde beim Wirt eine Portion Pommes bestellt. Der Wirt hieß Müller und soll der Legende nach ein waschechter Grieche gewesen sein. Daher auch „der Griech“. Die Pommes wurden in die Mitte des Tisches gestellt. Sozialistische Pommes. Pommes für alle. Ganz nach Karl Marx: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen (Hunger hatten wir immer).

Nach Theatervorstellungen saß man mit Schauspielern der Landesbühne zusammen. So auch nach der Aufführung der „Bauernoper“ im Jahre 1977. Ein Stück von Yaak Karsunke mit viel Musik: „Szenen aus dem deutschen Bauernkrieg, in denen nicht Fürsten und Führer im Mittelpunkt stehen, sondern die kämpfenden Bauern selbst. Ein kritisches Spektakel, das überraschende Parallelen zur heutigen Zeit aufweist.“ Das Stück war stark für die Bruchsaler Inszenierung bearbeitet und geizte daher nicht mit Lokalkolorit. Ein großartiges Erlebnis für die Bruchsaler Theaterbesucher. Denn gerade um die Ecke liegt Untergrombach, wo 1502 Joß Fritz seinen Bauernhaufen formierte. Ich ertappe mich heute noch beim Summen eines Songs aus diesem Stück: „Der Rat dieser Stadt weiß sich selbst keinen Rat…“. Damals im Theater, bei der Aufführung im Justus-Knecht-Gymnasium, gab es nach diesem Lied minutenlangen Beifall.

Wie sich die Zeiten doch nicht ändern.

So, lieber Enrico. Diese paar Zeilen zu meiner Griech-Zeit.

Jetzt werde ich mich an den PC setzen, mich bei wkw einloggen und eine Gruppe gründen: „Griech – Ehemalige – nur für die Originale. Die mit der 5 an der dritten Stelle (von links)“.

Vom Suchen und Finden, vom Sand in die Augen Streuen und Legen falscher Fährten

„Und ja, es war Sonntag. Es war in Bad Schönborn. Wir waren bei einer Geburtstagsfeier. Dann hat es geklingelt. Ein junger Mann stand an der Tür. Später erfuhr ich, das ist der Hartmann. Heribert Rech verabschiedete sich von uns. Verschmitzt lächelnd. „Ich muss noch Gespräche führen“.“ So oder ähnlich hätte mir mein Informant berichtet. Zum Thema „Kandidatensuche der CDU“. Als Ergänzung meines Tagebucheintrages vom 5. August:

„Insbesondere der Vorwurf, Hartmanns Unterstützung sei von Parteioberen schon lange vor dem Beschluss vom 3. Juni geplant gewesen, sei völlig falsch, so Brüstle in der Bruchsaler Rundschau. Hier habe ich andere Informationen. Weit vor dem obigen Datum soll ein Minister des Landes Baden-Württemberg Gespräche mit Herrn Hartmann geführt haben. Hierüber kann ich aber erst berichten, wenn ich die Freigabe von meinen Informanten bekommen habe.“

Jetzt ist die Bruchsaler CDU mit dem heutigen (07. August 2009) Bericht in der Bruchsaler Rundschau in die Offensive gegangen.

Rekapitulieren wir. Wie war die zeitliche Abfolge der Kandidatenfindung (alle Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen):

    11. Januar 2009: Doll erklärt beim Neujahrsempfang sein vorzeitiges Abdanken.
    Ende Januar 2009: Schuhmacher, Skibbe und ein 3. Kandidat stellen sich zur Verfügung.
    Februar 2009: Die CDU spricht sich für den Kandidaten Schuhmacher aus.
    März 2009: Hartmann erfährt lt. eigenen Angaben über die Ausschreibung im Staatsanzeiger.
    26. März 2009: Erster Bericht der Bruchsaler Rundschau über die Kandidatur Schuhmachers.
    03. April 2009: Schuhmacher sagt seine Kandidatur ab.
    Frühjahr 2009: Erstmals wird Hartmann von „CDU-Netzwerkern“ ins Spiel gebracht.
    24. Mai 2009: Hartmann lernt einen erweiterten Kreis der CDU-Nomenklatura in Bad Schönborn kennen.
    29. Mai 2009: Hartmann verkündet in einer Pressemitteilung seine OB-Kandidatur als CDU-Mitglied und „unabhängiger“ Bewerber.
    31. Mai 2009: Hartmann feiert den 90. Geburtstag vom Opa seiner Frau.
    03. Juni 2009: Erster Tag von Hartmann in Bruchsal.
    03. Juni 2009: Vorstellung von Hartmann vor dem Stadtverbandsvorstand der CDU.
    03. Juni 2009: Stadtverband diskutiert auch die Bewerbung von Skibbe und sagt diesem ab.
    03. Juni 2009: Stadtverbandsvorstand unterstützt die Bewerbung von Hartmann.
    09. Juni 2009: Hartmann joggt erstmals in Bruchsal.

Was geschah über den oben genannten Ablauf hinaus noch? Ich spekuliere.

Olaf Bühler in der Bruchsaler Rundschau: „Ich habe den Verdacht, dass schon mehrere Wochen vor der offiziellen Unterstützungsbekundung durch die Partei, bei CDU-Verantwortlichen Einigkeit über den Kandidaten Hartmann und den Zeitpunkt seiner Installation geherrscht hat.“

Hartmann wird wohl zumindest zwischen März 2009, wo er die Ausschreibung im Staatsanzeiger gelesen haben will, und Anfang Mai erste Kontakte zur Bruchsaler CDU gehabt haben. Sei es auf eigene Initiative, auf Initiative der Bruchsaler CDU-Führungsriege, die händeringend einen Kandidaten suchte, sei es auf Zutun der oben erwähnten „CDU-Netzwerker“ oder auf Initiative vom Oberbürgermeistermacher Heckmann. Die große Runde mit Stark, Brüstle, Holoch und Rech vom 24. Mai diente wohl nur noch dazu, die getroffenen Absprachen festzuklopfen.

Bruchsaler Rundschau: Florian Hartmanns Stunde war gekommen. Am Freitag, 29. Mai, kündigte er der Bruchsaler Rundschau seine Kandidatur an. Wie sehr er sich zu diesem Zeitpunkt einer Unterstützung durch die CDU sicher sein konnte, bleibt unklar.

Beim Treffen in Bad Schönborn am 24. Mai 2009 könnte Hartmann von der CDU-Spitze signalisiert bekommen haben, dass er seine Bewerbung beim Rathaus abgeben könne. Die Unterstützung der CDU sei ihm sicher. Nach der Vorstellung von Hartmann vor dem Stadtverbandsvorstand am 3. Juni wurde lt. Bruchsaler Rundschau auch die Personalie Skibbe diskutiert.

Bruchsaler Rundschau: In dem Schreiben Bühlers an Hartmann heißt es, er empfinde „das Verfahren unserer Parteiorgane … als unsäglich, undemokratisch und zutiefst verfilzt.“

Warum ist Herrn Bühler zuzustimmen? Die Kandidatur des CDU-Mitglieds Hartmann stand ab 29. Mai fest und war veröffentlicht. Hätte der Stadtverbandsvorstand am 3. Juni für Jens Skibbe gestimmt, hätten zwei CDU-Mitglieder gegeneinander kandidiert. Und sich gegenseitig die Stimmen weggenommen. Die Stadtverbandsvorstände MUSSTEN daher für Hartmann stimmen. Die Diskussion um die Kandidatur von Herrn Skibbe wahr wohl nichts anderes als Spiegelfechterei. Für die Galerie. Wieviele CDUler stimmten für Hartmann mit knirschenden Zähnen und geballter Faust in der Tasche?

Vielleicht war es aber so: Am 24. Mai sagten Werner Stark, Günter Brüstle, Matthias Holoch und Heribert Rech dem Kandidaten Hartmann, dass er sich nicht bewerben solle, da er nicht das Format für einen Oberbürgermeister von Bruchsal habe. Hartmann gab dennoch seine Bewerbung ab und die Mehrheit der Stadtverbandsvorstände sagte ihm notgedrungen die Unterstützung zu. Obwohl er gegen den Willen der Bruchsaler CDU kandidierte.

Nach meiner Meinung hat die Bruchsaler CDU das C wie christlich und das D wie demokratisch verwirkt. Nennen wir diese Partei in Bruchsal ab sofort nur noch die U.

Noch ein Wort zu Jens Skibbe. Ulrich Konrad nennt ihn in seinem Kommentar im Stadtmagazin Willi „Mein persönlicher Local Hero“. Dem kann ich nur zustimmen. Was macht nur ein so aufrechter, anständiger Mensch in so einer Partei …

Die Bruchsaler CDU – ein ganz besonderer Verein!

Heute hat die Bruchsaler Rundschau sich erstmals zu dem Thema Kandidatenfindung der CDU Bruchsal geäußert. Nach vier Wochen des Schweigens. Nicht ganz freiwillig. Etwas Druck von außen hat mit dazu beigetragen, dass dass Monopolorgan Bruchsaler Rundschau berichten musste.

Im Artikel wird kurz gestreift, dass der Stadtverbandsvorsitzende Werner Stark und der Vorsitzende des größten Ortsverbandes, Günter Brüstle, in der parteiinternen Kritik stehen. Ausführlicher wird Stellung dazu genommen, dass Matthias Holoch ebenfalls in der Kritik stehe, da er sich aus Sicht einiger Parteifreunde im Wahlkampf zu defensiv verhalten und intern sogar gegen eine Unterstützung Hartmanns gestimmt habe. Redaktionsmitglied Streib schreibt weiter: „Diese Personalie soll auf der Parteiversammlung im September zur Sprache kommen.“ Am 16. September.

Man lasse den Artikel nochmals Revue passieren. Die Personalie Holoch soll zur Sprache kommen. Wo steht im Artikel, dass die Personalien Brüstle und Stark auf der Parteiversammlung zur Sprache kommen sollen? Wohl die Personen, die der Bruchsaler CDU die Suppe eingebrockt haben – beim Klüngeln im Hinterzimmer?

Das Ergebnis dieser Mitgliederversammlung steht wohl heute schon fest. Brüstle und Stark werden darauf hinweisen, dass sie nur das Beste für die Bruchsaler CDU wollten; vielleicht (Achtung, Selbstkritik!) zu wenig vehement die Qualitäten des Kandidaten heraus gestellt haben und von dem Wahlvolk wohl nicht richtig verstanden wurden. Aber schon jetzt wird als eigentlicher Sündenbock Matthias Holoch gehandelt, der durch sein vorgeblich defensives Auftreten im Wahlkampf die Niederlage des Kandidaten Hartmann mit verursacht haben soll.

Matthias Holoch muss wohl über die Klinge springen. Er ist der Sündenbock. Und Herr Holoch weiß dies. Daher sein Satz: „Sollte die Partei zum Schluss kommen, ich hätte mir etwas zuschulden kommen lassen, stehe ich für den Fraktionsvorsitz nicht mehr zur Verfügung.“ So kann zumindest verbal der geplanten Nichtwahl durch einen vermeintlich freiwilligen Rückzug zuvor gekommen werden.

Und der Parteivorstand schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum Einen hat er sich in Bezug auf die skandalöse Kandidatenfindung rein gewaschen. Zum Anderen ist man einen Fraktionsvorsitzenden los, der sich in den vergangenen Monaten als kritischer Querdenker bei der Parteiführung unbeliebt gemacht hat.

Insbesondere der Vorwurf, Hartmanns Unterstützung sei von Parteioberen schon lange vor dem Beschluss vom 3. Juni geplant gewesen, sei völlig falsch, so Brüstle in der Bruchsaler Rundschau. Hier habe ich andere Informationen. Weit vor dem obigen Datum soll ein Minister des Landes Baden-Württemberg Gespräche mit Herrn Hartmann geführt haben. Hierüber kann ich aber erst berichten, wenn ich die Freigabe von meinen Informanten bekommen habe.

Ich werde diesen Blogeintrag auf Wiedervorlage nehmen. Wiedervorlage am Mittwoch, 16. September, 23 Uhr.

XING, bearbeitet.

Eigentlich ist das Thema durch. Der XING-Seitenvergleich, den mir ein Bekannter zugeschickt hat (danke!), ist aber auf jeden Fall einen Hingucker wert:

Heckmann bei XING

Also nix mehr mit Grundstücksvermittlung! Weg mit dem verabscheuungswürdigen Lobbyismus! Her mit der hehren FDP-Mitgliedschaft!

Ja, es war Montag (Montag!!!!!), nach der Oberbürgermeisterwahl in Bruchsal, die Sonne hat geschienen …

… und da erreichte mich ein Anruf. „Rolf, kann ich Dir mal was aufs Fax legen?“ „Ne, ich habe kein Faxgerät“. „Dann mach‘ ich einen Scan, den ich Dir schicke“. „O.k. Aber was willst Du mir schicken?“. „Ich habe da einen Text von einem Freund gekriegt. Dabei soll es sich um ein Schreiben eines Vorstandsmitgliedes der Bruchsaler CDU an den CDU-Kandidaten Hartmann handeln. Lies den Brief durch. Der ist echt heftig“.

Etwas später trudelte die Kopie des Schreibens ein. Ohne Absender, ohne Unterschrift, ohne Datum. Doch der Inhalt hat es in sich. Ich zitiere in Auszügen:

„(ich) meine, dass Sie (Herr Hartmann) Anspruch darauf haben, meine Haltung von mir selbst und authentisch zu erfahren.“

„Diese besteht seit Dienstag Abend darin, dass ich persönlich Ihren Wahlkampf unter keinen Umständen und in keiner Weise unterstützen werde.“

„Ich habe … mich … der Stimme enthalten. Dies hatte seinen Grund darin, dass ich in vollem Umfange und mit persönlichem Entsetzen das Verfahren unserer Parteiorgane, als dessen Ergebnis Sie letztlich auf den Schild gehoben wurden, als unsäglich, undemokratisch und zutiefst verfilzt empfinde.“

„An einem Wahlkampf der Art, wie Sie ihn beschrieben haben, werde ich mich nicht beteiligen. Hierbei mögen „platzierte Fragen“, die Aufforderung zur Verunglimpfung des Gegners, zu der man sich selber zu schade ist, und die – von mir zunächst als Bonmot missverstandene, aber von Ihnen im Wortlaut wiederholte – Forderung nach „standing ovations, egal welchen Mist ich da oben erzähle“ etc. als professionell und Usus gelten … derlei Vorgehen ist für mich indiskutabel.“

Mir blieb die Luft weg als ich dies las. Ich hängte mich sofort ans Telefon und rief meinen Freund an. „Das ist doch Fake! Das gibt es doch nicht!“. „Rolf, mir wurde das Schreiben so zugespielt. Mir wurde gesagt, es ist echt. Mach’ damit, was Du willst“.

Ich werde jetzt recherchieren. Wenn das Schreiben und dessen Inhalt richtig sein sollte, wäre das, was die Nomenklatura der CDU veranstaltet hat, einmalig in der Geschichte Bruchsals. Ich bleibe am Ball und berichte wieder.